(Kirschblüten - Hanami)
Doris Dörrie / D, 2008
German-English-Japan version / English subtitles / Czech subtitles, 127 min
Die Kirschbäume Japans sind wie die Menschen - sie blühen nur kurz. Der im Alltagstrott gefangene Rudi ist unheilbar an Krebs erkrankt, doch seine Frau Trudi beschließt, ihm diese furchtbare Nachricht zu verheimlichen. Stattdessen folgt sie dem Rat des Arztes mit ihrem Mann eine letzte gemeinsame Reise zu unternehmen. Wie gern möchte sie endlich nach Japan, ein Land, das sie Zeit ihres Lebens fasziniert! Doch der jegliche Veränderungen scheuende Rudi lehnt den Wunsch seiner Frau vehement ab und so führt die Reise nur zu den Kindern nach Berlin. Da diese jedoch viel zu sehr mit ihren eigenen Leben beschäftigt sind, fahren die beiden schließlich an die Ostsee. Als dort plötzlich Trudi stirbt, wird Rudi völlig aus seiner Bahn geworfen. Er beschließt nach Japan zu fahren, um den größten Wunsch seiner Frau, die Kirschblüte, den Fujijama und den Butoh, den Tanz der Sinne, zu erleben, nachzuholen. Doch erst durch die Begegnung mit einer japanischen Butoh-Tänzerin gelingt es Rudi, sich für die Traumwelt seiner Frau zu öffnen. Aus der ursprünglichen Flucht wird mit Hilfe der jungen Tänzerin schließlich eine spirituelle Reise zu sich selbst - und zu Trudi.
Doris Dörrie („Männer“, „Nackt“, „Der Fischer und seine Frau“) gelingt mit ruhiger Kamera und langen Einstellungen sowohl ländlichen Allgäu als auch vom hektischen Tokio ein bildgewaltiger und anrührender Film über Liebe und Tod, Abschied und verpasste Lebenschancen. Rudis Abschiedsreise durchzieht dabei ein melancholischer Humor, der an Sophia Coppolas „Lost in Translation“ denken lässt. Zugleich ist der Streifen eine Hommage an den japanischen Klassiker Yasujiro Ozu, der in seinem Film „Die Reise von Tokio“ aus dem Jahr 1953 den Zerfall familiärer Strukturen meisterhaft inszeniert.
Japanese cherry trees are just like people, they only bloom for a short time. Rudi, who is caught in the tiring cycle of a daily routine, is terminally ill, but his wife Trudi decides to conceal this terrible news from him and instead follows the advice of the doctor and takes her husband on their last journey. She would love to visit Japan, a country which has intrigued her for her whole life. However Rudi, who is frightened by any kind of changes, flatly rejects his wife’s wish, and so their journey only leads to Berlin, where they visit their children, who are too absorbed in their own lives to spend much time with them. The parents finally decide to travel to the Baltic Sea. Here, Trudi unexpectedly dies. Rudi is lost and confused, and finally decides to leave for Japan and belatedly fulfill his wife’s last wish – to see the blooming cherries, the Fujijama Mountain, and the dance of the senses – Butoh. Only after he meets a Japanese Butoh dancer does Rudi find the way to his wife’s dream world. The escape to Japan gradually turns into a spiritual journey and with the help of a young Japanese dancer, Rudi discovers himself – as well as Trudi.
Thanks to the long and calm shots of the Allgäu countryside as well as the hectic Tokyo, Doris Dörrie (Men, Naked, Der Fischer Und Seine Frau) succeeded in making a beautiful imaginative, and emotional film about life and death, leaving, and missed chances. Rudi’s journey is lined with melancholic humor which reminds us of Sophia Coppola’s Lost in translation. At the same time, the film is an homage to Yasujiro Ozu, a classic Japanese filmmaker, who brilliantly depicted the gradual disintegration of family ties in his 1953 Tokyo Story.
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Official page, ČSFD.cz (74%), IMDB.com (7.5/10)
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